Wir haben eine headless Content-API aufgebaut, mit der redaktionelle Inhalte zentral in einem CMS gepflegt und anschließend als strukturierte JSON-Antwort an verschiedene Kanäle ausgeliefert werden können. Die Inhalte werden nicht als statische Seite gerendert, sondern aus modularen Bausteinen zusammengesetzt und zur Laufzeit für den jeweiligen Nutzer konfiguriert.
Besonders wichtig war dabei die Trennung zwischen banken-spezifischer Sichtbarkeit und individueller Personalisierung. So konnten Inhalte für unterschiedliche Genossenschaftsbanken zentral verwaltet und gleichzeitig pro Endkunde passend ausgespielt werden.
Der Mehrwert lag vor allem in einer deutlich effizienteren Content-Produktion und einer flexiblen Ausspielung über eine gemeinsame Plattform. Die Banken konnten Inhalte einmal erstellen und trotzdem zielgenau für unterschiedliche Zielgruppen, Kampagnen und Nutzungssituationen ausspielen.
Zusätzlich wurde der Betrieb schlanker: Wiederverwendbare Inhalte und Medien konnten über eine sinnvolle Cache-Strategie und Zwischenspeicherung in Symfony Cache und Redis deutlich schneller ausgeliefert werden. Dadurch sank die Last auf der Datenbank, und die Antwortzeiten für die App wurden spürbar verbessert.
Die größte Herausforderung war die Kombination aus komplexer Personalisierung, vielen fachlichen Regeln und der Anbindung an ein gewachsenes Systemumfeld. Inhalte mussten nicht nur zentral gepflegt, sondern auch korrekt pro Bank, Zielgruppe und Zeitpunkt ausgespielt werden.
Dazu kamen technische Anforderungen an Skalierbarkeit, Performance und Nachvollziehbarkeit. Die Personalisierung durfte nicht wie eine Blackbox funktionieren, sondern musste regelbasiert, deterministisch und für Redaktion sowie Fachbereich verständlich bleiben.
Wir haben die individuelle Content-Logik über das Standardsystem hinaus erweitert. Dazu gehörten die Konzeption und Umsetzung der Content-Struktur, die API-Ausgabe, die Personalisierungsregeln sowie die redaktionellen Workflows.
Im Detail haben wir unter anderem die modulare Blockstruktur, die fachliche Vorselektion von Inhalten, die scoring-basierte Personalisierung und die Anbindung an die App-Integration umgesetzt. Außerdem haben wir die technische Basis für Freigabeprozesse und zeitgesteuerte Publizierung geschaffen.
Der Kunde ist eine Gruppe von Genossenschaftsbanken aus dem deutschen Finanzsektor. Für die Banken sollte eine moderne digitale Content-Infrastruktur entstehen, die redaktionelle Arbeit, App-Kommunikation und personalisierte Inhalte auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführt.
Im Fokus standen damit vor allem Institute mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, redaktionelle Steuerung und eine konsistente Nutzeransprache über mehrere Bankmarken hinweg.
Technisch basiert die Lösung auf Ibexa DXP als headless CMS, ergänzt durch Symfony, PHP, MariaDB, Redis, Solr und einen GraphQL-Endpunkt. Das System wurde so aufgebaut, dass Content über eine JSON-Content-API zusammengesetzt und in der App oder in weiteren Kanälen verarbeitet werden kann.
Die Architektur trennt harte Vorselektion und weiche Personalisierung bewusst voneinander: Solr filtert Content nach Typ, Sichtbarkeit und Zeitfenster, während eine header-getriebene Scoring-Engine die verbleibenden Inhalte anhand von Nutzersignalen bewertet. Dadurch bleibt die Logik performant und nachvollziehbar. Zusätzlich wurde eine Cache-Strategie mit Symfony Cache und Redis eingesetzt, um Datenbankzugriffe zu reduzieren und Inhalte schneller auszuliefern.
Das Gesamtsystem wurde mit rund zwölf eigenen Bundles erweitert, darunter insbesondere das Content- und Personalisierungs-Bundle. Der Betrieb und das Deployment erfolgten in einer Cloud-Umgebung.
Von hier aus weiter: was diese Referenz fundiert, belegt und vertieft.